Ratgeber über Gärkörbchen

Ratgeber Gärkörbchen

Beim Brot backen zu Hause gibt es so einige Tücken:
Den Teig richtig gehen zu lassen, damit er später im Ofen gut fertig gebacken werden kann, muss beispielsweise korrekt durchgeführt werden. Man kann den Teig in der Schüssel lassen oder ihn unter einem Stofftuch ruhen lassen – oder man arbeitet mit einem praktischen Gärkörbchen. Dabei handelt es sich um eine Art Brotbackkorb, welches dazu dient, den Teig vor dem Backen optimal ruhen zu lassen. Worauf du bei der Auswahl achten solltest und wie du richtig mit dem Gärkörbchen arbeitest, stellen wir dir hier vor.

Das Gärkörbchen – was ist das genau?

Ein Gärkorb ist heutzutage in zahlreichen Varianten erhältlich, die sich sowohl hinsichtlich Formen, Materialien und Eigenschaften voneinander unterscheiden. In ihn legt man den Teig vor dem Backen hinein, damit er für einige Zeit ruhen und – wie der Name bereits verrät – gären kann. Auf diese Weise gibt man ihm die Möglichkeit, optimal aufzugehen, so dass das Brot später die perfekte Form erhält.

In Deutschland gibt es unterschiedliche Arten an Brotbackkörben, von denen vor allem die Variante aus Peddigrohr sehr beliebt ist. Dabei handelt es sich um ein natürliches Material, das aus Palmen gewonnen wird und auch zur Herstellung von Rattanmöbeln dient. Eine andere Option sind Gärkörbe, die aus Holzschliff gefertigt sind. Das Naturprodukt wird aus gepressten Holzspänen angefertigt und weist eine hohe Robustheit auf. Im Körbchen sollte der Teig etwa für eine Stunde ruhen, ehe man ihn herausnimmt und in den Ofen legt. Anschließend kann man den Backvorgang direkt mit einer höheren Temperatur beginnen – der Gärkorb bleibt draußen.

Für wen eignet sich ein Brotbackkorb?

Brotbackkörbe sind nicht teuer und erleichtern die Arbeit in der Küche. Zudem sorgen sie dafür, dass das Brot später so ausfällt wie gewünscht. Natürlich kann man alternativ auch einfach eine Schüssel nutzen, um den Teig ruhen zu lassen, doch mit einem solchen Körbchen arbeitet man noch etwas professioneller. Wer also gerne zu Hause Brot bäckt, wird von der Form durchaus profitieren. Meist kann man schnell feststellen, dass durch die Verwendung eines Brotbackkorbs bessere Ergebnisse im Hinblick auf die Struktur des Brots erreichen lassen.

Ganz egal, welche Brotsorte man damit backen möchte: Der Laib erhält durch das Körbchen die perfekte Form. Eine gute Investition mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis sind vor allem Körbchen aus natürlichem Peddigrohr, zudem sind diese in den verschiedensten Formen erhältlich. Seine luftige Konsistenz erhält das Brot durch die besondere Struktur an der Innenseite des Brotbackkorbs, der ihm gleichzeitig auch ein markantes Muster verleiht. In der Regel lassen sich in einem Körbchen zwischen 600 und 1.500 g Teig auf einmal verarbeiten.

Welche Formen gibt es bei Brotbackkörben?

Gärkörbe sind in unterschiedlichen Formen erhältlich, wobei ovale und runde Formen am weitesten verbreitet sind, da sie dem Brotlaib seine typische Form verleihen. Die meisten Hersteller geben sowohl das Gewicht des Teigs als auch den Durchmesser an, weswegen sich ein Vergleich durchaus lohnt. Backt man gern mit Sauerteig und möchte auch größere Brotlaibe backen, dann eignen sich ovale oder runde Körbchen am besten.
Eine andere Möglichkeit ist, sich für einen eckigen Korb zu entscheiden. Dieser besteht in den meisten Fällen aus Holzschliff und richtet sich an Hobbybäcker, die gleichförmige und einfach zu schneidende Kastenbrote backen möchten.

Häufige Fehler bei der Nutzung von Brotbackkörben

 Grundsätzlich ist die Nutzung eines Brotbackkörbchens relativ einfach, allerdings gibt es dennoch einige häufige Fehler, die man schon im Vorfeld vermeiden kann. So diskutieren viele Hobbybäcker über die Verwendung von Mehl, damit der Teig nicht im Körbchen klebt – tatsächlich ist dieser Aspekt von großer Bedeutung. Befindet sich zu wenig Mehl darin, lässt der Teiglaib sich oft nur schwer an einem Stück herauslösen. Manchmal weist auch die Gare noch eine zu hohe Feuchtigkeit auf, wodurch der Teig ebenfalls anklebt.Dieses Problem ist bei Teigkörbchen aus Kunststoff sogar noch größer, da sie keine Korbwand besitzen. Dadurch kann ein großer Teil des Teigs haften bleiben, was jedoch nicht immer der Fall ist und in gewisser Hinsicht auch von der Raumtemperatur abhängt. Vermeide es deshalb, den Teig nahe der Heizung gehen zu lassen – auch wenn dieser Tipp bis heute weit verbreitet ist.

Ehe man den Teig in den Korb legt, sollte also genügend Mehl in das Innere gestäubt werden. Verreibe außerdem eine weitere Handvoll Mehl zwischen den Handflächen und bestäube den Teiglaib rundherum damit. Eine andere Variante ist das Verwenden von Kartoffelstärke und Vollkornmehl, die gemeinsam für einen etwas nussigen Geschmack sorgen. Anstelle Mehl kann auch einfach ein spezielles Gärtuch zur Hand genommen werden, um das Ankleben des Teigs zu verhindern. So lässt sich der Teiglaib leichter aus dem Korb nehmen, weist jedoch nicht das oft gewünschte Rillenmuster auf. Wichtig: Fette den Brotbackkorb in keinem Fall ein, da dies dem Material sehr schaden kann!

Darum lohnt sich der Kauf eines Brotbackkorbs aus Naturmaterialien

Brotbackkörbe verfügen über wichtige gärtechnische Funktionen mit Resultaten, die sich auf keine andere Weise erreichen lassen. Auch moderne Varianten aus Kunststoff können diese Eigenschaften nicht nachempfinden. Bevorzuge daher, wenn möglich, stets ein Produkt aus natürlichem Material. Körbchen aus Holzschliff und Peddigrohr lassen sich nicht nur einfach verwenden, sondern auch problemlos reinigen, was für maximale Hygiene sorgt. Obgleich sich Kunststoff sogar in der Spülmaschine reinigen lässt und damit oftmals als hygienischer angesehen wird, können sich an diesem Material leichter Schimmelsporen festsetzen. Somit liegen die Naturprodukte also ganz klar vorne.

So reinigst du dein Brotbackkörbchen richtig

Brotbackkörbchen lassen sich relativ leicht reinigen: Sobald der Teiglaib entnommen und in den Ofen gelegt worden ist, sollte der Korb für eine Weile auskühlen und trocknen, denn die Fasern sind von Feuchtigkeit durchzogen. Danach lassen sich Reste mit einer Bürste ganz einfach entfernen. Es ist zu empfehlen, kein Spülmittel für die Reinigung zu verwenden, um die Fasern nicht unnötig zu strapazieren. Auch sollte die Reinigung stets von Hand erfolgen – für die Spülmaschine sind Körbchen aus Naturmaterialien natürlich nicht geeignet.

Ein guter Tipp:

Ab und an kann der Korb bei einer Temperatur von 120 °C für rund 40 Minuten in den Backofen gestellt werden. Auf diese Weise werden etwaige Schimmelsporen und Keime vollständig abgetötet, so dass der Korb langfristig hygienisch bleibt und kein Gesundheitsrisiko darstellt. Ob dieser aus Holzschliff oder Peddigrohr besteht, spielt dabei keine Rolle. Lasse das Material in jedem Fall immer ausreichend trocken – dies beugt der Entstehung von Schimmel am effektivsten vor.

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