Schulspeisung in der DDR

Schulspeisung in der DDR

Ich persönlich erinnere mich gern an meine Lieblingsessen in der Schulspeisung zu DDR-Zeiten : Nudeln mit Tomatensauce und Senfeier. Allerdings gab es bei den Senfeiern ein „Problem“ :D. Es war nämlich immer so, dass die Lehrer in ihrer Sauce ganze Eier hatten und wir Schüler und Schülerinnen der DDR nur in viertel geschnittene Eier. Das fand ich immer voll unfair. 😉 Weitere sehr leckere Essen für mich waren Hefeklöße mit Pflaumen, Nudeln mit Wurstgulasch, Kartoffelbrei mit Rührei und Gurkensalat.

Die Schulspeisung in der DDR – Wie war das damals?

Im Gegensatz zu dem heutigen Essen in der Schule, war es damals so, dass es IMMER nur EIN Gericht gab. Sich etwas aussuchen gab es nicht. Entweder man hat es gegessen oder eben nicht. Da das Essen aber in den meisten Fällen auf unterteilten Tellern gepackt wurde, konnte man wenigstens die Kartoffeln und das Gemüse essen, wenn man zum Beispiel das Fleisch nicht mochte.

Gemeinsam essen

Die Schulspeisung in der DDR war für viele Kinder ein wichtiger Bestandteil des Schulalltags. Hier wurden sie mit einer warmen Mahlzeit, einer Trinkmilch und einem Kompott versorgt. In der Regel wurde das Essen in der schuleigenen Küche zubereitet. Ausgegeben wurden die Gerichte an die Schülerinnen und Schüler über eine Essensausgabe. In dem darin angeschlossenen Speisesaal konnten die Kinder gemeinsam essen. Sie aßen je nach Klassenstufen zu unterschiedlichen Zeiten. Die Lehrerinnen und Lehrer konnten ebenfalls am Schulessen teilnehmen. Während gegessen wurde, gab es eine Aufsichtsperson. Zu deren Aufgaben gehörte es auch darauf zu achten, dass nicht zu viel Essen weggeworfen wurde. Diese Position übernahm beispielsweise eine Horterzieherin oder ein Horterzieher.
Einige Schulen hatten keine eigene Küche und keinen eigenen Speisesaal. Dennoch wurden die Schülerinnen und Schüler mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Dafür gingen sie gemeinsam in externe Räumlichkeiten.
Da die Schulspeisung in der DDR von den Kommunen finanziell unterstützt wurde, waren die Kosten für die Eltern sehr gering. Sie lagen bei 0,50 – 0,75 DDR-Mark pro Essen.

Klassiker der Schulspeisung in der DDR


Es gab Gerichte, die als Klassiker der Schulküchen der DDR bezeichnet werden können. Dazu zählen neben Nudeln mit Tomatensoße und Jägerschnitzel, Kartoffeln mit Quark oder Grützwurst. Letzteres ist ein Gemisch aus Schweinefleisch, Schwarte und Grütze, das mit Salzkartoffeln und Sauerkraut serviert wird. Das Jägerschnitzel ist nicht zu verwechseln mit einem Schnitzel. Hierbei handelt es sich um eine Scheibe panierte Jagdwurst. Weitere Klassiker der Schulspeisung in der DDR waren Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Kartoffelsuppe. Hin und wieder wurde auch eine süße Mahlzeit in Form von Milchreis mit zerlassener Butter und Zucker und Zimt serviert, auch unsere Milchnudeln waren hier dabei.

Wem das Essen besonders gut geschmeckt hatte, konnte sich Nachschlag holen.
Ein Gericht, das damals ausgeteilt wurde, erscheint aus heutiger Sicht für Kinder eher ungewöhnlich: die saure Leber. Sie war bei den Schülerinnen und Schülern nicht sehr beliebt.

Vielen ehemaligen Schulkindern der DDR sind die anderen Klassiker bis heute in positiver Erinnerung geblieben. Das kommt auch daher, dass sie noch immer gerne gekocht werden und sich auch heute bei Kindern großer Beliebtheit erfreuen.
Als süßes Kompott gab es in der Schulspeisung in der DDR beispielsweise Pudding mit Obst, Quarkspeise, Wackelpudding, Rote Grütze oder saisonales Obst.

Jetzt seid ihr dran : Wie sind eure Erinnerungen an das Essen zu DDR Zeiten in der Schule? Was waren eure Lieblingsessen in der DDR Kantine?

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