Ratgeber Brotkasten

Brot und Brötchen länger frisch genießen

Bewahre dein ihr Brot richtig auf – in einem Brotkasten

Die Arbeit ist erledigt und auf dem nach Hause Weg kommt man bei diesem einen Bäcker vorbei, bei dem es immer so herrlich frisch aus der Backstube duftet. Schnell ist der Laib gekauft und man kann sich aufs Abendbrot freuen. Gute Butter, herzhafter Käse und fertig ist das Abendessen. Hat man das Brot an einem Abend noch so genossen, ärgert man sich schon am nächsten darüber, dass es seine Frische verloren hat und weit weniger appetitlich geworden ist. Wurde es vielleicht einfach nur falsch aufbewahrt?

Wie schon bei Oma

Man kennt ihn aus Kindheitstagen, entweder von der heimischen Küche der Mutter oder vom Frühstückstisch der Großmutter – den Brotkasten. Was wie ein Relikt aus vergangenen Tagen klingt und an ostdeutsche Küchen der 60er Jahre erinnert, ist die ideale Aufbewahrung für das leckere Brot vom Lieblingsbäcker. Möchte man sich also nun eine Aufbewahrung für Brot zulegen, so ist beim Kauf einiges zu beachten. Kasten ist nicht gleich Kasten und das Brot soll schließlich so lange frisch und genießbar bleiben wie es geht bzw. bis es aufgegessen ist. Du bist Single und ein ganzes Brot ist oft zu viel für dich alleine? Oder im Familienhaushalt haben es sich mal wieder alle anders überlegt und das gemeinsame Abendbrot weicht doch dem Lieferservice? Eine optimale Brotaufbewahrung hilft dabei Geld sparen und reduziert gleichzeitig die Verschwendung von Lebensmitteln. Auch wenn man noch so gerne die Bäckerei aufsucht, so spart man sich wenigstens auch die Versuchung des ein oder anderen zusätzlichen Teilchens, denn wenn an schon mal da ist…

Was, Wie, Wo, Warum? Holz, Plastik, Edelstahl, mit Löchern, ohne Löcher. Welche Aufbewahrung für Brot ist die Beste?

Du bist der Meinung, du bewahrst deine Teigwaren bereits gut auf und benötigst keinen solchen Kasten?

Dann solltest du dir folgendes durchlesen:

Natürlich gibt es mehrere Möglichkeiten deine Backwaren zu lagern, etwa in der Papiertüte vom Bäcker, man kriegt sie ja sowieso mit, in einer Plastiktüte oder sogar im Kühlschrank. Aber Achtung – gerade eine Plastiktüte fördert die Bildung von Schimmel in und auf ihrem Brot. Plastiktüten sind nämlich nicht atmungsaktiv. Die natürliche Feuchtigkeit im Brot, die es aromatisch und saftig macht, kann so nicht entweichen und wird, nach dem sie kondensiert ist, von der Plastiktüte herunter auf das Brot tropfen. Das bildet dann den perfekten Nährboden für eine Schimmelbildung. Wer sein Brot in einer Plastiktüte aufbewahrt, wird schnell schimmliges Brot vorfinden. Eine Papiertüte hingegen lässt zwar Feuchtigkeit entweichen, allerdings zu viel davon. Das Wasser geht dem Brot verloren und trocknet es aus. Und der Kühlschrank? Ähnlich wie bei Tomaten ist es hier zu kalt und das Brot verliert sein Aroma und schmeckt fade. Brotkästen sind also tatsächlich die beste Aufbewahrung. Ein weiterer Grund Brot nicht im Kühlschrank aufzubewahren ist der, dass Backwaren leicht die Gerüche anderer Lebensmittel im Kühlschrank annehmen und dann danach schmecken.

Saftig, aber nicht zu feucht, so mögen wir unser Brot am liebsten

Ein Kasten für deine Backwaren verhindert, dass die natürliche Feuchtigkeit im Teig zu schnell entweicht und das Brot bleibt somit länger frisch. Brotkästen können die Haltbarkeit deiner Backwaren bis zu einer Woche verlängern.

Wie funktionierts?

Der richtige Kasten für dein Brot ist ein kleines Biotop und bildet das perfekte Klima zur Lagerung von Brot und anderen Backwaren. Im Idealfall erhält der kleine Alltagshelfer die im Brot enthaltene Feuchtigkeit, nimmt diese, je nach Material, auf und gibt sie wieder ab, wenn das Brot trocken zu werden droht. Was nach Hightech klingt, ist die natürliche Eigenschaft von Kästen aus Holz oder sogenannten Brottöpfen aus Lehm. Sie nehmen überschüssige Feuchtigkeit auf und verhindern so die Bildung von Schimmel. Dein Kasten sollte niemals absolut luftdicht sein, nur dann können sie das Klima regulieren und das Brot kann nicht schimmeln. Es gibt aber auch Kästen aus Blech oder Edelstahl oder Kunststoff, z.B. Melamin.
Jedes dieser Materialien hat besondere Eigenschaften, die sich unterschiedlich auf die Lagerung von Teigwaren auswirken. Ein Brot Topf aus Ton oder der traditionelle Holzbrotkasten bestehen zwar aus atmungsaktivem Material, lassen sich allerdings schlecht reinigen und sind nicht gerade Leichtgewichte.
Kästen aus Edelstahl und Kunststoff dagegen sind nahezu luftdicht und mit Lüftungslöchern versehen. Meist besitzen diese Käste einen Deckel aus Holz, um diesen Nachteil auszugleichen. Im Gegensatz zu ihren Pendants aus reinen Naturmaterialien sind diese sehr leicht zu reinigen, was dem Schimmel einen weiteren Nährboden nimmt. Dazu kommt, dass diese Kästen besonders leicht, sehr robust und in der Regel ein echter Hingucker sind. Viele Hersteller bieten klassische, aber auch modernen Farben an. Brotkästen in angesagter Retrooptik bekommt man an jeder Ecke.

Brot: Brotkasten! Und weiter?

Man sollte auf keinen Fall den Fehler machen und das Brot in einer Plastiktüte im Kasten liegen lassen. Gerade wenn man einen frischen Laib Brot im Supermarkt kauft und diesen frisch aufschneiden lässt, bekommt man die Schreiben häufig in Plastik gepackt. Besser ist es, das Brot in eine Papiertüte umzupacken oder, wenn man keine zur Hand hat, zumindest die Plastiktüte weit offen zu lassen, damit sich weniger Feuchtigkeit darin sammeln kann. Brot vom Bäcker sollte man in der Tüte belassen. Gerade bei Kästen aus Holz ergibt sich ein schöner Nebeneffekt, wenn man das unverpackte Brot in den Kasten legt: es nimmt meist etwas von dem Holzaroma auf und ändert dadurch seinen Geschmack leicht. Da schmeckt das Brot doppelt lecker!

Wie lange ist zu lang?

Ja es gibt Unterschiede in der Haltbarkeit, je nach Brotsorte und verarbeiteten Zutaten. Helle Brötchen bzw. helles Brot aus reinem Weizenmehl, wie zum Beispiel französisches Baguette oder die gute Abendsemmel, haben in der Regel eine kürzere Haltbarkeit als dunkles Vollkornbrot. Dieses ist meist saftiger und hat eine höhere Feuchtigkeit, weshalb es nicht so schnell austrocknet. Hier kann eine geeignete Aufbewahrung für Brot die Haltbarkeit bis auf sieben Tage erhöhen, nicht allerdings bei Weißbrot. Dieses muss in jedem Fall schneller verzehrt werden, da es auch schneller trocken wird. Roggenbrote bzw. Mischbrote bleiben im Kasten zwischen 3 und 5 Tage lang genießbar.

Reinigung und Pflege des Brotkastens

Was aufwendig klingt ist weder kompliziert noch mit viel Zeitaufwand verbunden. Meistens lassen sich die Kästen für deine Backwaren mit einem trockenen Tuch bzw. einer Küchenrolle leicht reinigen oder auswischen.

Schnell passiert – Schimmel im Brotkasten – und nun?

Die Zeit rennt, du hast viel zu tun, da vergisst man schon mal, dass eigentlich noch Brot da war und es hat sich eben doch Schimmel gebildet. Ein trockenes Tuch wird da nicht mehr ausreichen. Für die Reinigung eignet sich jetzt ein angefeuchtetes Tuch und etwas Spülmittel, womit der leere Brotkasten gründlich ausgewischt werden kann. Mit Schimmelbefall auf Oberflächen, die mit Lebensmittel in Kontakt kommen sollte man nicht spaßen. Nachhaltig sauber bleibt es nur, wenn handelsüblicher Speiseessig als Desinfektionsmittel verwendet wird. Unter Umständen lässt sich der Kasten auch auseinandernehmen oder Teile davon in der Spülmaschine gereinigt werden, je nach Material. Holz sollte man grundsätzlich nur per Hand reinigen, während andere Materialien wie Metall oder Plastik problemlos in die Spülmaschine gestellt werden können. Aber Achtung, gerade Plastik verträgt die Hitze in der Spülmaschine manchmal nicht und die Oberfläche löst sich auf, was wiederum einen Nährboden für Keime bildet. Materialien, die, wie beispielsweise Edelstahl, schnell rosten, solltest du auch von der Spülmaschine fernhalten.

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